Die Fenster der Marienkirche
Von der den Kirchenraum ursprünglich prägenden farbigen Verglasung der Fenster haben sich lediglich acht Bleiglas-Fragmente aus der Zeit um 1420 und drei aus der Zeit um 1700 erhalten. Sie befinden sich heute in der Bröckerkapelle.
Mit der Rückbesinnung auf das Mittelalter (Neugotik) wurden um 1900 die Fensterflächen im Mittelschiff oberhalb des Hauptaltars und in der ehemaligen Schusterkapelle sowie in der Gedenkkapelle (siehe dort) durch die Tiroler Glasmalerei- Anstalt farbig verglast. Von ihr stammt auch das 200 m² große Südfenster, eines der größten Glasgemälde der Welt. Im Zentrum wird Christus als Weltenrichter und darunter der Erzengel Michael dargestellt, der Gutes und Böses der Verstorbenen abwägt. Je nach dem werden die Seelen in die Hölle gestoßen oder zum Himmel geleitet.
Die Seitenfenster zeigen auf Schrifttafeln die Zehn Gebote.