Luthergemälde und weitere Gemälde
Das Gemälde des Reformators Martin Luther stammt aus dem 19. Jh., der Name des Malers ist unbekannt. Die Darstellung Luthers mit dem Schwan geht zurück auf ein Wortspiel mit dem Namen des böhmische Reformators Jan Hus (Hus = Gans), der 1415 auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde und gesagt haben soll: „Heute bratet ihr eine Gans, doch in hundert Jahren wird aus der Asche ein Schwan aufstehen.“ Diese Prophezeiung wurde auf Martin Luther bezogen.
Außer dem Luthergemälde befinden sich noch insgesamt 15 weitere Bilder in der Marienkirche, darunter mehrere Porträts von Pastoren. Hervorzuheben ist das Bildnis von Johannes Quistorp dem Älteren (1584 bis 1648), mehrfacher Rektor der Rostocker Universität, Theologieprofessor und Pastor der Marienkirche. Quistorp erbrachte der Stadt Rostock wichtige Dienste während des Dreißigjährigen Krieges, führte Reformen ein und betreute den berühmten Philosophen und Theologen Hugo Grotius bis zu seinem Tod. Dieses Gemälde hängt an einem der Pfeiler im südöstlichen Seitenschiff.