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Nikolaialtar

Dieser Altar, eigentlich die Rückwand (Retabel) eines Altars, entstand nach 1450 vermutlich in einer Rostocker Werkstatt. Ursprünglich schmückte es den Hauptaltar der Rostocker Nikolaikirche. Diese Kirche wurde bei Bombenangriffen 1942 stark beschädigt.

Im Mittelteil wird die Kreuzigung von Jesus Christus mit zwei weiteren Verurteilten dargestellt. Zu Füßen der Kreuze ist eine Vielzahl von Figuren dargestellt, die sehr unterschiedlich auf den qualvollen Tod reagieren: Links sehen wir die Mutter von Jesus, die in ihrem Schmerz gestützt wird. In der rechten Ecke werden dagegen drei Soldaten handgreiflich, als sie sich um das Gewand des Hingerichteten streiten und schließlich darum würfeln.

In den Seitenflügeln sind die Apostel, Weggefährten von Jesus und spätere Botschafter des frühen Christentums, und wichtige heilige Frauen und Männer des Mittelalters (untere Reihe) dargestellt. In der leeren Nische stand ursprünglich der heilige Nikolaus.

Die goldglänzende Seite des Altars war ursprünglich nur zu hohen Festtagen wie etwa in der Osterzeit zu sehen. Sonst wurden die auf der Rückseite bemalten Seitenflügel davor geklappt.